Was ist Dysphagie ?

Jeder von uns schluckt den ganzen Tag und auch in der Nacht, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Wir bemerken es erst, wenn wir einmal Halsschmerzen bekommen.

Störungen beim Schlucken können durch Operationen, neurologische Krankheiten oder körperliche
Behinderungen unterschiedlichster Ursachen auftreten.

Eine Störung des Schluckvorganges ist nicht nur lästig und unangenehm, sie ist sogar häufig mit
Todesfolge verbunden.
Das liegt daran, dass beim Verschlucken Festpartikel (Essensreste) mit Keimen in den Atmungs-
apparat eindringen können, die vor allem allgemein geschwächte Patienten besonders schwer
angreifen können.

Verschluckt sich ein gesunder, kräftiger Mensch, so kann er in aller Regel die Partikel kraftvoll
abhusten und es gibt keine Folgeprobleme. Eine bereits geschwächte Person hat zunächst oft
nicht einmal die Fähigkeit, ausreichend kräftig abzuhusten.

Oft kommt noch eine schwache Lungen- bzw. Bronchialtätigkeit hinzu, um den dann entstehenden
Schleim nicht vollständig abtransportieren zu können. Die Keime vermehren sich und eine Entzündung
der inneren Atemwege steht an.

Des weiteren verschlucken sich viele Patienten unmerklich und ständig am eigenen Speichel, mit
denselben Folgeproblemen wie oben beschrieben; auch Patienten, die keine Nahrung mehr oral zu
sich nehmen können, haben trotzdem (teilweise insbesondere) Krankheitskeime im Speichel !

Die individuelle Problematik des Verschluckens kann viele unterschiedliche Ursachen haben, das
Schlucken ist ein sehr komplexer Vorgang im gesamten Rachenraum.
Die Logopädie, explizit die Dysphagietherapie, ist nun dazu da, herauszufinden, wo exakt der
Schluckvorgang behindert oder gestört ist, um z.B. durch Übungen, Training, Hilfsmittel, Nahrungs-
umstellung und Aufklärung aller Beteiligten Besserung zu schaffen.